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projekte The Truly Paradox Story Of Original Fake Folk Music Jeder der vier Musiker von PAGO LIBRE steht in einer musikalischen Tradition, keiner von uns jedoch kann in seiner Familie einen archaisch jodelnden Bergbauern oder Balalaika spielenden Kosaken vorweisen. Mit einem Wort: Um unsere volkstümliche Authentizität ist es schlecht bestellt. Wenn wir nun aber von verschiedensten Volksmusiken fasziniert und geprägt sind? Wenn wir seit Jahren unsere Spielweise immer mehr mit volks-musikantischen Praktiken angereichert haben? Wie können wir authentisch sein? Jedenfalls nicht durch Imitation – das Ergebnis wäre das genaue Gegenteil von authentisch. Wir mussten unsere Glaubwürdigkeit schon selbst finden.
So entstanden Musikstücke, die in ihrem musikantischen Zugriff und ihren zwar komplexen, aber immer tänzerischen Rhythmen nicht selten an reale Folk-Stile erinnern: FAKE FOLK gewissermaßen. Wir sagen: Es ist unsere persönliche Originalmusik, Original FAKE FOLK also. Natürlich ist FAKE FOLK auch "Weltmusik", global orientiert, allen Einflüssen offen – und gleichzeitig doch auch das Gegenteil davon, nämlich kompromisslose Individual-Musik. ABER SOOO SCHÖN !! Text: Tscho Theissing, Foto: Julia Wesely > Download Text "Fake Folk" als Word-Dokument
Hitchcock's Schwarzweissfilm "Blackmail" (Erpressung; 80 Minuten, 1929) – der letzte, den er in seiner Heimat Großbritannien realisierte, bevor er endgültig in die USA übersiedelte – existiert in zwei verschiedenen Versionen: Er wurde noch als Stummfilm geplant und begonnen; als aber während der Dreharbeiten der Tonfilm populär wurde, beschloss der Produzent, die letzte Rolle mit Ton aufzunehmen, ein damals weit verbreiteter Kompromiss. Hitchcock setzte jedoch durch, dass er eine entscheidende Szene neu drehen, andere nachsynchronisieren konnte - allerdings war er sehr sparsam und phantasievoll im Umgang mit dem Ton. Berühmt wurde auch die Verfolgungsjagd im Britischen Museum, die Hitchcock ausschließlich im Studio mit Hilfe von Trickaufnahmen drehte. Jedenfalls existiert neben der Fassung mit Ton auch noch die ursprüngliche Stummfilmversion, die bei pago libre zum Einsatz kommt.
pago libres Musik für den Stummfilm "Blackmail": Passend zur Stummfilmfassung hat pago libre einen spannenden Soundtrack kreiert, der einerseits Stücke enthält, die speziell für den Film geschrieben wurden, andererseits aber auch bereits bestehende Kompositionen aus dem pago libre Repertoire integriert (die bereits auf den 5 CDs des Ensembles zu hören sind). Dazu kommen eindrucksvoll-bildhafte und bewegende Improvisationen, die jede Darbietung zu einer Uraufführung werden lassen. Im Laufe der jahrelangen Arbeit an dem Projekt "Blackmail" nahm die von pago libre entwickelte Musik eine immer sorgfältiger durchdachte und ausgefeilte Form an. In ihrer aktuellen Fassung enthält die Partitur nicht weniger als 41 Stücke (einschliesslich eines Tangos von Eric Satie). Ein zentrales Leitmotiv dieser neuen Musik bildet sicherlich das gemeinsam entwickelte Werk "Waltz for Alfred Hitchcock“ (zu hören auf der CD "stepping out"). > Download Text "Blackmail" als Word-Dokument
pago libre sextett absurde poesie aus den 20er jahren mit musik von heute: Poesie, kongenial zum Klingen gebracht: das europäische Top-Ensemble PAGO LIBRE vertont skurrile Meisterwerke von drei zentralen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.
Weiter nördlich, in Hannover, entwickelte gleichzeitig der Werbetexter und Universalkünstler KURT SCHWITTERS (1887-1948) seine eigene, dem Dadaismus verwandte "Merzkunst". Ende der 20er-Jahre schrieb er seine "Sonate in Urlauten", deren präzis gesetzter repetitiver Rhythmus heute noch zu verzaubern weiß. Schwitters war übrigens mit Arp eng befreundet. Noch weiter nördlich, in St.Petersburg, machte sich DANIIL CHARMS (1905-1942) mit seiner rabenschwarzen Mischung aus Sprachwitz, Slapstick, absurden Szenen und makabrem Humor schon bald bei der Obrigkeit verdächtig. Er landete deshalb auch immer wieder im Gefängnis, wo er während der 900tägigen Nazi-Belagerung der Stadt einsam verhungerte. Das internationale Ensemble PAGO LIBRE gehört seit vielen Jahren zu den interessantesten Musikgruppen Europas - die Musiker des Sextetts stammen aus der Schweiz, aus Österreich, Irland, Russland und Frankreich. Ihre Musik verarbeitet Einflüsse aus verschiedensten Volksmusiken und aus dem Jazz genauso wie E-Musik-, Hip Hop- und Improvisationselemente, nicht ohne eine gehörige Portion Virtuosität und Humor. Alle Ensemble-Mitglieder agieren gleichermaßen als Instrumentalisten, Sänger und Sprecher; dadurch erreichen sie eine gegenseitige Durchdringung von Musik und Literatur, die dieses opulente Hörbuch zu einem einzigartigen Erlebnis macht. pago libre sextet: > Download Text "platzDADA!" als Word-Dokument
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