pago libre

arkady shilkloper (RUS) - horn, flugel- & alphorn
tscho theissing (A) - violin, voice
john wolf brennan (IRL/CH) - piano
tom götze (D) - bass

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PAGO LIBRE vereint vier glänzende Virtuosen zu einem grandiosen Quartett:

    ARKADY SHILKLOPER aus Moskau gilt vielen als der weltbeste Jazzhornist, und auf dem fast vier Meter langen Alphorn ist seine Virtuosität ohne Konkurrenz. Als Komponist versteht er es meisterlich, klassische wie folkloristische Elemente und funky grooves unter einen Hut zu bringen.

    Der Österreicher TSCHO THEISSING deckt als profilierter Komponist und Arrangeur ein erstaunliches musikalisches Spektrum ab: von Chanson und Operette (!) über Jazz bis zu experimentellen Musikformen; als Geiger hat er zu einer einzigartigen expressiven Stilistik gefunden.

    Der irische Schweizer JOHN WOLF BRENNAN beeindruckt als Pianist durch unerhörte Klänge am und im Klavier; sein Markenzeichen als international arrivierter Komponist sind seine unverwechselbaren, wunderschönen und doch nie trivialen Melodien.

    TOM GÖTZE ist einer der vielseitigsten und virtuosesten Kontrabassisten der internationalen Jazzszene. Er entfacht ein Feuerwerk an (nicht selten verrückten) Ideen und bereichert das Repertoire von PAGO LIBRE mit seinen humorvollen, oft von der Musik seiner Heimatstadt Dresden angeregten Kompositionen.

 

Gemeinsam ist allen vieren, dass sie ihre profunde klassische Ausbildung im Lauf der Zeit durch eine Vielzahl an neuen Ausdrucksmöglichkeiten erweitert haben: Der kraftvolle Drive des Jazz, die musikantische Tanzbarkeit des Folk und die grenzenlose Fantasie der Improvisation stehen gleichberechtigt neben der kammermusikalisch geschulten Sensibilität.

Die Musik von PAGO LIBRE verdichtet all diese Elemente zu einer gänzlich eigenen Essenz, die mühelos den Weg in die Herzen des Publikums findet. Sie ist komplex, ohne kompliziert zu sein; sie ist vielfältig und hat doch ein unverwechselbares Profil. Dabei spielt der charakteristische Klang eine große Rolle, der sich in fast zwanzig Jahren des Zusammenspiels in dieser ungewöhnlichen Instrumentenkombination entwickelt hat und dem viele Zuhörer und Kritiker magische Wirkung bescheinigen.

Im Vordergrund stehen aber bei jedem Konzert der vier Musiker ihr Witz und ihre Spielfreude, die sich direkt auf das Publikum übertragen.

Ein mitreissendes Vergnügen - Jazzthetik, Deutschland
Never less than fascinating - All Music Guide, New York
Una gioia per le orecchie - musicbOOm, Italien
Un combo soudé, lumineux, frisant la haute voltige - Improjazz, Frankreich
pago libre übertrifft jede Erwartung! - Stereo, München
Furioso europeo - wahnwitzig intelligent - Die Weltwoche, Zürich
Outstanding masters of New Jazz - Itogi/Newsweek, Moskau
Kammer-Explosion - Der Standard, Wien
Eine Offenbarung - NZZ, Zürich
Great drive, strong performance ... pago libre is a rich pleasure. Highly recommended
- Cadence, New York

 

Bandgeschichte

Seit der Gründung 1989 hat sich pago libre als eines der interessantesten europäischen Jazzensembles einen Namen gemacht. Die Musik dieses Quartetts ist das Ergebnis eines sorgfältig kontrollierten alchemistischen Prozesses. Bald entfaltet sie sich entlang den songlines verborgener Erdmeridiane, bald explodiert sie mit der Gewalt eines Vulkanausbruchs. Bald tanzt sie über vertrackte rhythmische Klippen, von einer Melodie verfolgt, von einem groovenden backbeat besessen; bald singt sie in unverschämt freier Poesie.

Der klassische Grundklang dominiert, doch wird sein Gleichgewicht immer wieder zugunsten von akustischen Abenteuern aufgegeben, wobei die Musiker auf Jazz-, Folk- und Klassikelemente aus Irland, Russland, Wien und den Schweizer Alpen zurückgreifen. Als schlagzeugloses Quartett erhebt pago libre seine eigene, unverwechselbare Stimme. Freie Improvisation, zeitgenössische Kompositionen und ein mediterranes Jazzfeeling spielen gleichberechtige Rollen, ebenso Witz und Sensibilität. Innovative Klänge in unüblicher Instrumentation – eine Rarität.

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung stammt der Begriff “pago libre” nicht aus dem Italienischen, sondern ist ein Akronym der vier Gründernamen: des italienischen Kontrabassisten Daniele PAtumi, des amerikanischen Geigers Steve GOodman, des schwedischen Trompeters Lars LIndvall und des irischen Innerschweizer Pianisten John Wolf BREnnan. 1989 führte die erste Tour durch Deutschland, Österreich und Ungarn. Kurz darauf verliess Goodman die Band und wurde durch den Wiener Geiger Tscho Theissing ersetzt. Im Oktober 1994 trat Arkady Shilkloper als Ersatz für Lindvall dem Quartett bei.

Diese Besetzung blieb über mehr als acht Jahre konstant, in denen pago libre in ganz Europa und Russland konzertierte. Während der Chinatournee 2002 war der Auftritt in der Forbidden City Concert Hall in Peking ein Höhepunkt. 1996 erschien das erste Album “pago libre“ (2002 wiederveröffentlicht), 1999 “Wake Up Call – live in Italy”. 2001 folgte “cinémagique”, 2003 “phoenix – live in Salzburg & Zürich”. Seit der ersten Kanada-Tour und dem Jazz Festival Mulhouse im Sommer 2003 ist der Wiener Bassvirtuose Georg Breinschmid an die Stelle von Daniele Patumi getreten. (nach François Couture: ALL MUSIC GUIDE, USA)

In den letzten Jahren hat pago libre begonnen, interdisziplinäre Projekte in den Bereichen zeitgenössischer Tanz, Film und Literatur zu entwickeln: “phoenix” in Zusammenarbeit mit dem Tanztheater Wien und der Choreographin Liz King (uraufgeführt beim Feldkirch Festival 2004); Live-Musik zu Alfred Hitchcocks letztem Stummfilm “Blackmail”; sowie “platzDADA!” – ein Abend mit der bizarren Poesie von Hans Arp, Kurt Schwitters und Daniil Charms, erweitert durch die Gäste Agnes Heginger (Stimme) und Patrice Héral (Perkussion, Stimme).

In den Jahren 2006-2009 erhält pago libre die Prioritäre Jazzförderung der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

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Tscho Theissing John Wolf Brennan Georg Breinschmid Arkady Shilkloper